Die Feuerzangenbowle glüht. Die Gesichter auch. Sie kommt, verspätet zwar, doch sie erscheint plötzlich zwischen all diesen Gestalten, die, wenn der Abend nicht mehr jung ist, zur Selbstentlarvung neigen. "Bea, schön, dass Du noch kommtst. Wie wär´s mit etwas Gebäck oder einem Schmalzbrot? Einen Schluck Bowle trinkst Du sicherlich auch?" Beatrice, welche die Halbierung ihres Namens verabscheut, verlegt sich auf den süffigen Alkohol und etwas Gebäck, da sie diese urdeutschen, Fett glänzenden Brotscheiben hasst, was ein Jeder mittlerweile wissen müsste.
Wie sie die Köpfe zusammenstecken, wie sie lachen und lauf sind in dieser dampfigen Luft! Der Zuckerkonus ist bereits ganz verschwunden. Ob man sich da etwas wünschen durfte? Solange, bis sich der schneeweiße Zipfel ganz aufgelöst hatte? Eine ganze Wunscherfüllungskarenz? Wie sie zusammen lachen und sich in die Seiten puffen! Auch Carl-Conrad, genannt CC, ist ganz weinselig, oder vielmehr glühweinselig, so kennt sie ihn kaum. Sie schwadronieren etwas von Hochseeangeln und Fahrradtouren an Ostern, von einem herbstlichen gemeinsamen Wochenende zur Weinlese. Das ganze Jahr hecheln sie durch, als ob es etwas Kostbareres gäbe als den Augenblick, sie durchpeitschen ihr leben auf der Suche nach Beute und sehen nicht, was das Leben ihnen hinhält. Sie sind machmal ganz weit weg und nicht zu fassen...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen