Donnerstag, 25. Oktober 2012

Liebesszene mit FH, Fortsetzung

...Er wird sie an allem teilhaben lassen, an seinen geschäftlichen Erfolgen, privaten Malaisen, an seinen Neigungen und Vorlieben, sei es häufiger Spontansex oder die Liebe zum Bel Canto. Überhaupt Italien, die Sprache, die er noch mühsam erlernt, die Küche, die Malerei, die Musik. Sie fügt ihre Kenntnisse  über die Cinecittá , den italienischen Film und die italienische Literatur ("Umberto Ecco gelesen? Unnachahmlich sein erstes Werk "Il nome della rosa") hinzu und vervollständigt somit das teutonische Begeisterungspanorama. Doch den Italienischkurs besucht er mit seiner Frau und das Land, wo die Zitronen blühen und die Orangen glühen, wird er lediglich mit seiner Angetrauten aufsuchen, Ihr bleiben Reiseberichte, Impressionen aus zweiter Hand, das geduldige, wenn auch nicht uninteressierte Zuhören. Die anderen führen das Stellvertrterleben, und sie hat stellvertretenden Sex. Oder ist es umgekehrt?
Er dringt abermals in sie ein...

Montag, 22. Oktober 2012

Eine Liebeszene...

Beatrices großes Haus bleibt unberührt. Sie halten sich im Kellergästezimmer auf, das selten aufgesucht wird. In den Niederungen der Triebe, denkt Beatrice. Nach einem längeren, ihn entlastenden Gespräch, in dem er alle Alltagssorgen beiseite schieben kann, will er in sie eindringen, nachdem sein Mund sich aus ihrem Mund die Erlaubnis dafür geholt hat. Sie spürt, wie hart und fest er ist und gleichzeitig so geschmeidig, als rutschte er ganz von selbst in die ihn empfangende Höhle. Sie hat ihn in ihren Körper eingelassen, und er hat sie - erzähltechnisch - in sein Leben eingelassen...

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Der Banker, Ende

...Nach einundhalb Stunden ist die Tour de Force überstanden. Er hat nicht aufgehört zu grinsen und teilt ihr kurz und bündig  sein aufrichtiges Interesse mit, seine Hoffnung, sie möge sisch wieder bei ihm melden und sich für ihn entscheiden, er könne sich die Konkurrenz jedoch unschwer vorstellen. Beatrice nickt, und ihr Gesicht nimmt probeweise den Ausdruck einer unbestechlichen, sich in ihr Schweigen hüllenden Pythia an. Bald ist man entsschwunden, aus dem Restaurant, aus dem Windschatten dieses an massiver Einsilbigkeit nicht zu überbietenden Hünen, aus einem unsäglichen Kapitel des Experiments "Gehen wir Männer besichtigen".

Montag, 8. Oktober 2012

Kandidat Nr.4: Der Banker

Der Banker: Was kann man von einem solchen erwarten? Banker bedienen das durch sie angebotene, geschürte Klischee, bestätigen, verfestigen es. Banker, und nicht "Banquiers", diese verfügten in den letzten zwei Jahrhunderten über weltmännisches Flair, Banker also gelten als langweilig, temperamentarm und unerotisch und schicken sich keineswegs an, diese vorgefasste Meinung zu bekämpfen.
Ganze 1,99 Meter sitzen Beatrice gegenüber an einem Terrassentisch. Wenigstens lädt er sich gleich eingangs zum Essen ein. das dauergrinsen scheint durch die Halbglatze überhöht. Ein Schnurrbartgrinsen unter einer Brille. Makellos der Anzug, makellos die Manieren, bis hin zur Selbstauslöschung. Dann ist auch das Gespräch betroffen: Nach einigen klärenden Einagangsfloskeln, sozusagen die Bekanntgabe ehebrecherischser Präliminarien, versinkt Kandidat Nr.4 in beharrliches Abwarten, verlegt sich auf visuelles und akustischses Abtasten, das taktile bleibt ihm ja noch verwehrt. Beatrice fühlt scih zum Maitre de Plaisir auserkoren. Um keine Langeweile aufkommen zu lassen, um die Zeit zu füllen, die sich zwischen ihnen breit macht, wie ein ungebetener Gast, erzählt sie aus ihrem Leben, von ihren Neigungen, Interessen und beruflichen Erfahrungen, erzählt so schnell, wie ihr die Gedanken kommen, um diese akute Trostlosigkeit zu verstofflichen...

Montag, 1. Oktober 2012

Kandidat Nr.3,Fortsetzung

...Der Schmetterling wird sich dann schnellstens empfehlen, eine Dreiviertelstunde mag den Regeln des Anstandes entsprechend ausreichend sein, einen weiteren Termin vorschieben und versuchen, diese Episode als abgehakt zu betrachten, als auszulöschenden Eindruck, als weitere Erfahrung im Kapitel "nicht zu gebrauchen", da nutzen die zahlreichen Auslandsaufenthalte wenig, die Erkundung des irdischen Antlitzes mit all seinen Krusten, Profilen und Strukturen, die ideelle Eroberung afrikanischer Länder, das Hineinschlüpfen in fremde ethnologische Gewänder, die Lebenserfahrung eines rüstigen Witwers und Vaters dreier Kinder, allesamt Akademiker. Da springen lediglich das durch biographische Einschnitte zerklüftete Gesicht, der magere, an einen gerupften Puter gemahnende Hals, der lose in einem Hemdkragen steckt, die grotesk abstehenden und irrwitzig zugespitzen Ohren ins Auge, mit einer Vehemenz, die jeglilchem ästhestischen Empfindungsvermögen zur schallenden Ohrfeige wird. Da bleibt nur noch Flucht, Flucht, um den eigenen Visus zu schützen, das Erinnerungsvermögen zu verschonen, um sich in das nächste Kapitel zu stürzen, kopfüber, doch nicht kopflos.

Kandidat Nr.3,Fortsetzung

"Männermuseum", Kandidat Nr.3, Fortsetzung

...Der Schmetterling wird sich dann schnellstens empfehlen, eine Dreiviertelstunde mag den Regeln des Anstandes entsprechend ausreichend sein, einen weiteren Termin vorschieben und versuchen diese Episode als abgehakt zu betrachten, als auszulöschenden Eindruck, als weitere Erfahrung im Kapitel "nicht zu gebrauchen", da nutzen die zahlreichen Auslandsaufenthalte wenig, die Erkundung des irdischen Antlitzes, mit allen seine Krusten, Profilen und Stukturen, die ideelle Eroberung afrikanischer Länder, das Hineinschlüpfen in fremde ethnologische Gewänder, die Le