Montag, 1. Juli 2013
Im Monat der Rosen
Ein Rosengedicht
ROSEN
Rosen such´ich,
Rosendüfte,
Rosenhaut,
Rosenträne.
Mit den Rosen
bin ich dem sanften Abgrund
einen Schritt näher
und atme ein,
was mir sonst verborgen,
was die Hand nicht erhascht,
und die Zunge nicht trägt.
Rosen
reißen mir die Haut auf
und machen mich schwindeln.
Es glänzt
im falschen Widerschein
der gläserne Tropfen,
der tief
in der Stimme meines Herzens
unerhört zersplittert.
Copyright Patricia M. Gunkel
Donnerstag, 16. Mai 2013
Angesichts der Glyzinien...
Angesichts der Glyzinien
erscheint alles
höchst fragwürdig.
Ihr Himmelstränenblau
trägt uns weit fort.
Wir unterbrechen
das nie statt gefundene Gespräch,
räumen die ungelesenen Bücher fort
und beugen uns
über den Rand einer Frage,
die uns nie in den Sinn kam
Angesichts der verlassenen Vogelfeder
im Park,
des schwärmerischen Entenpaars,
das von Zeit zu Zeit
den dunklen Teich aufsucht,
bleibt nichts mehr zu sagen.
Angesichts des Wahrnehmbaren
ruhen wir auf einer
stehen gebliebenen Wolke..
Copyright Patricia M. Gunkel
erscheint alles
höchst fragwürdig.
Ihr Himmelstränenblau
trägt uns weit fort.
Wir unterbrechen
das nie statt gefundene Gespräch,
räumen die ungelesenen Bücher fort
und beugen uns
über den Rand einer Frage,
die uns nie in den Sinn kam
Angesichts der verlassenen Vogelfeder
im Park,
des schwärmerischen Entenpaars,
das von Zeit zu Zeit
den dunklen Teich aufsucht,
bleibt nichts mehr zu sagen.
Angesichts des Wahrnehmbaren
ruhen wir auf einer
stehen gebliebenen Wolke..
Copyright Patricia M. Gunkel
Montag, 22. April 2013
Perspektiven
Wer möchte wissen, wie es Beatrice weiterhin ergehen wird? Welche amourösen Abenteuer sie noch erleben und bestehen wird?...
Montag, 25. März 2013
Versuch einer Nomenklatur
Freundschaft ist das Manna, Leidenschaft der Nektar und Liebe der Heilige Gral.
Welche Definitionen schlagt Ihr nun vor, um das Phänomen Liebe zu beschreiben?
Welche Definitionen schlagt Ihr nun vor, um das Phänomen Liebe zu beschreiben?
Montag, 11. März 2013
Nachspiel, Ende
...Sie ist wie vor den Kopf gestoßen und wird ihm einige Tage später folgende SMS zukommen lassen: "Schade, dass wir uns heute nachmittag - beim Golfturnier - nicht sehen können, auch inmitten der "madding crowd". Im Übrigen habe ich vier Antworten auf die Gretchenfrage gefunden."
Er gibt sich mir nie ganz hin, denkt Beatrice. Vielleicht müsste er die Beziehung abbrechen, sobald er seine Selbskontrolle verlöre. Er muss immer bei sich bleiben, noch mehr als bei seiner Frau. Ihm ist gelungen, was ich immer theoretisch propagiert habe. So bin ich letztendlich ein Teil der parzellierten Frau geworden. Hatte er nicht einmal gesagt: "Lass unsere Beziehung auf der intellektuell-sexuellen Ebene, ich kann Dir weder Gefühle noch Zärtllichkeiten vermitteln..."
Er gibt sich mir nie ganz hin, denkt Beatrice. Vielleicht müsste er die Beziehung abbrechen, sobald er seine Selbskontrolle verlöre. Er muss immer bei sich bleiben, noch mehr als bei seiner Frau. Ihm ist gelungen, was ich immer theoretisch propagiert habe. So bin ich letztendlich ein Teil der parzellierten Frau geworden. Hatte er nicht einmal gesagt: "Lass unsere Beziehung auf der intellektuell-sexuellen Ebene, ich kann Dir weder Gefühle noch Zärtllichkeiten vermitteln..."
Sonntag, 3. März 2013
Nachspiel
Beatrice hat es genossen, sie gibt es unumwunden zu, doch als sie ihn -angezogen- abermals umarmen, an sich drücken möchte, um ihreZugehörigkeit auch außerhalb des Aktes zu bestätigen, erwidert er nur flüchtig ihre Umarmung und wendet den Kopf ab. Dieses den Kopf Abwenden, dieses Verweigern jeglicher fortdauernden Intimität macht sie sprachlos. Er bemerkt ihren Unmut: "Ich kann Dich nicht immer umarmen, ich habe ein taktiles Problem mit Dir!" Die Absurdität einer solchen Aussage schlägt ihr mitten ins Gesicht. Sie weiß nicht, ob sie sich mehr über den pervertierten Inhalt dieses Satzes oder über Alexanders unverfrorene Taktlosigkeit ärgern soll. "Und warum schläfst Du dann mit mir?" fragt sie, obwohl sie lieber gesagt hätte: "Mal gespannt, wie Du es schaffen wirst, mit mir zu schlafen, ohne mich anzufassen!" "Diese Frage kann ich Dir nicht bantworten. Das ist wie die Frage nach Gottes Existenz."...
Montag, 25. Februar 2013
Noch einmal Alxander und Beatrice
...: Mal ist das Tempo geschmeidig, mal abrupt, mal ist der Rhythmus staccato, mal andante. Am Schluss wünscht er sich ein fulminantes Finale, die absolute Konkordanz, den symphonischen Gleichklang aller Lustbekundung und -empfindung.
Nach diesem Funken sprühenden Kraftaufwand schwillt seine Energie ab, er wünscht sich aus ihr heraus, muss tief Luft holen, zu sich kommen, Kräfte sammeln, aus dem ES zu ICH zurückkehren, wieder auftauchen aus diesen dionysischen Tiefen, denn draußen wartet das ÜBERICH...
Nach diesem Funken sprühenden Kraftaufwand schwillt seine Energie ab, er wünscht sich aus ihr heraus, muss tief Luft holen, zu sich kommen, Kräfte sammeln, aus dem ES zu ICH zurückkehren, wieder auftauchen aus diesen dionysischen Tiefen, denn draußen wartet das ÜBERICH...
Montag, 18. Februar 2013
Noch eine Liebesszene, die letzte?
Es ist, wie es immer ist: Er trifft genau den Punkt, schaukelt sie mehrmals auf den höchsten Gipfel, sie kann es nicht bestreiten, schließt die Augen und lässt sich fallen in diese Bewegung, die von unten nach oben führt, fast ohne ihr Zutun, lediglich begleitet von ihren lautstarken, gutturalen Akklamationen. Es ist das pure Erleben zentrierter Lust, losgelöst von jeglichem Beiwerk Da kann ein Mann virtuos mit ihrem Leib umgehen, aber eben doch nur mit ihrem Unterleib. Wo ist mein Oberleib, denkt Beatrice. Jeden Winkel testet er in dieser begehrten Höhle aus, das Bewegungsschema leicht variierend:
Montag, 11. Februar 2013
Schreiben über das Glück
So etwas wie ein Werkstattgespräch. Reflexionen über die Beweggründe fürs Schreiben. Beatrix wendet sich an ihre Freundin Simone, die zwar nicht schriftstellerisch tätig ist, jedoch von der Lebenserfahrung und dem psychologichen Feingespür her sehr wohl dazu in der Lage wäre!
"Weißt Du, warum es leichter ist, über negative als über glückliche Erlebnisse zu schreiben?" "Weil man sich an das Glück nur diffus erinnert?" "Ja, so ungefähr, die positiven Momente hinterlassen in Dir nur einen sehr globalen Eindruck, undifferenziert, explosiv zwar, aber undifferenzierrt, oder hast Du schon mal von einer differenzierten Explosion gehört?" Simone schmunzelt: "Das versuche ich mir gerade vorzustellen!" "Es herrscht ein einziger Satz in Deinem Innern: Ich bin so glücklich, und dieser alles beanspruchende Satz macht andere mundtot. Sie dürfen erst gar nicht entstehen. Nichts ist so eindimensional wie das Glück, auch, wenn es weltumspannend ist..."
"Weißt Du, warum es leichter ist, über negative als über glückliche Erlebnisse zu schreiben?" "Weil man sich an das Glück nur diffus erinnert?" "Ja, so ungefähr, die positiven Momente hinterlassen in Dir nur einen sehr globalen Eindruck, undifferenziert, explosiv zwar, aber undifferenzierrt, oder hast Du schon mal von einer differenzierten Explosion gehört?" Simone schmunzelt: "Das versuche ich mir gerade vorzustellen!" "Es herrscht ein einziger Satz in Deinem Innern: Ich bin so glücklich, und dieser alles beanspruchende Satz macht andere mundtot. Sie dürfen erst gar nicht entstehen. Nichts ist so eindimensional wie das Glück, auch, wenn es weltumspannend ist..."
Montag, 21. Januar 2013
Liebesszene zwischen Beatrice und Alexander, Ende
...Dann sehe ich wieder sein schönes Gesicht über mir, die geschlossenen Augen mit den langen Wimpern, das Gesicht in schmerzhafter Verzückung. Er bleibt in mir drin, küsst mir meine Brüste, legt sich auf mich, als wollte er mich wärmen, mich beschützen vor der Welt, die nichts von uns weiß.
Ich spüre seine weiche Haut, er richtet sich wieder auf, steht vor mir, ich liege vor ihm, er zieht sich zurück, um wieder in mich einzudringen, wieder und wieder, mal sanfter, mal fester, sich in das Finale hineinsteigernd. Eine solche Leidenschaft ist nicht bloß das Echo einer physischen Anziehungskraft, sie involviert den ganzen Menschen!"
Ich spüre seine weiche Haut, er richtet sich wieder auf, steht vor mir, ich liege vor ihm, er zieht sich zurück, um wieder in mich einzudringen, wieder und wieder, mal sanfter, mal fester, sich in das Finale hineinsteigernd. Eine solche Leidenschaft ist nicht bloß das Echo einer physischen Anziehungskraft, sie involviert den ganzen Menschen!"
Donnerstag, 17. Januar 2013
Liebesszene zwischen Beatrix und Alexander...
...Er umfasst meine Brüste wie zwei reife Früchte und umklammert mein Becken, während er rhythmisch in mich hineinwächst; er vegisst sich, seinen Körper, seine Situation, seine Position, ist ganz in diesem Akt verfangen, er steht auf, ich throne über ihm in der Grätsche, und die Empfindungen kumuliern schießlich zu multiplen Höhepunkten, den ganzen Körper durchzuckend und strahlend warm und hell, volltönend und heiter, einer Kaskade von Glücksmomenten gleich, ewig scheinend in ihrer Intensität und doch unwiederbringlich ephemer...
Donnerstag, 10. Januar 2013
Wann ist Liebe sichtbar?
...Seine Distanzierungsversuche waren neulich derart künstlich und unbeholfen, dass nur die Angst vor der Allmacht von Gefühlen dahinter stecken kann! Wir ziehen uns im Halbdunkel aus, er meidet meine Blicke, schaut mich kaum an, und da kann nicht alleine die Schärfe seines schlechten Gewissens daran schuld sein! Er schließt die Augen, sobald er in mir ist und die Leidenschaft seinem Körper die Vehemenz der Stöße diktiert...
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