Donnerstag, 23. Februar 2012
Heute mal was anderes
Heute abend bleibt mein Blog in Erwartung zu kommender Kommentare mal stumm. Nehmt Euch ein Herz und schreibt einfach Eure Meinung zu dem, was ich Euch bereits aus dem "Parzellierten Mann" wissen ließ. Oder habt Ihr ganz anders geartete Fragen zu Werk, Figuren, Thematik oder Autorin? Ich freue mich auf eine Kommunikation mit Euch!
Donnerstag, 16. Februar 2012
"NLP" aus "Der parzellierte mann", Fortsetzung
...Konstanze war der unerschütterliche Mittelpunkt: mütterlich in Maßen, wohlwollend-warmherzig, lebenserfahren und lebenslustig, eloquent und von einer reduzierten, alternativen Eleganz. Groß war sie, mit blondiertem, durchgestuften Pagenkopf, sie trug meistens längere, ihre reife, weibliche Figur lässig umspielende Gewänder, die Phantasie mehr nährend als sie unterdrückend, in Meeresfarben oder Sonnenuntergangstönen, mit passendem, unprätenziösem, oftmals auf alltägliche Naturmaterialien , wie Muscheln, Leder oder fossile Versteinerungen, zurückgreifendem Schmuck.
Wenn sie den Raum betrat, kamen Licht und Luft hinein, der ganze Schwung der in der Begeisterung eines Neubeginns steckte. Konstanze hatte ihren Lehrerinnenberuf an den Nagel gehängt, hatte einige Jahre - nach abgeschlossenem Psychologiestudium - als Schulpsychologin gearbeitet, um schließlich den Schritt - über einen Abgrund an Risiken, Unwägbarkeiten und Ungewissheiten hinweg - in die Selbständigkeit zu wagen. Nun hielt sie sich über Wasser - oder über diesen Abgrund hinweg - mit unterschiedlichen Kursen, allesamt auf der "Systemischen Therapie" basierend...
Wenn sie den Raum betrat, kamen Licht und Luft hinein, der ganze Schwung der in der Begeisterung eines Neubeginns steckte. Konstanze hatte ihren Lehrerinnenberuf an den Nagel gehängt, hatte einige Jahre - nach abgeschlossenem Psychologiestudium - als Schulpsychologin gearbeitet, um schließlich den Schritt - über einen Abgrund an Risiken, Unwägbarkeiten und Ungewissheiten hinweg - in die Selbständigkeit zu wagen. Nun hielt sie sich über Wasser - oder über diesen Abgrund hinweg - mit unterschiedlichen Kursen, allesamt auf der "Systemischen Therapie" basierend...
Montag, 13. Februar 2012
Weiteres über den "parzellierten Mann"
"Im NLP-Seminar"
Dieses Jahr ist eine Aneinanderreihung von Kostbarkeiten, denkt Beatrice. Die Liebe treibt immer üppigere Blüten, mein alternder Körper scheint in einer gleichaltrigen Perspektive noch fest und geschmeidig genug zu sein. Jedenfalls ist die innere Fähigkeit zu Begierde und Erfüllung scheinbar ewig jung. Der wachsende Widerspruch zwischen äußerem Alter und innerer Jugend. Beatrice erinnert sich an Konstanze, ihre Kursleiterin im NLP-Seminar: "Neuro-Linguistisches Programmieren". Hatte CC vorgeschlagen. Die mental-sprachliche Konditionierung von menschlichem Verhalten in schwierigen Situatuionen. Sollte, nach Erlernung und Einübung, den Grundstock für eine psychologisch fundierte Lebensberatung bilden, die Beatrice in ihren vakanten Morgenstunden oder an müßigen Nachmittagen anbieten könnte. Im Seminarraum der Firma, an ausgewählten Tagen. Immerhin eine Perspektive, eine Möglichkeit, neues Terrain zu betreten, ohne die verwünschte Nachbarschaft der Naturwissenschaften oder medizinischen Fächer befürchten zu müssen.
Neue Menschen kennen lernen, die offen waren und aufnahmebereit, wie ein großes, gläsernes Gefäß. Menschen beiderlei Geschlechts, unterschiedlicher Herkunft und aus verschiedenen Berufen stammend. Ein Panoptikum an zu entdeckenden Lebensschicksalen. Angedeutet, pointiert oder ostentativ...
Dieses Jahr ist eine Aneinanderreihung von Kostbarkeiten, denkt Beatrice. Die Liebe treibt immer üppigere Blüten, mein alternder Körper scheint in einer gleichaltrigen Perspektive noch fest und geschmeidig genug zu sein. Jedenfalls ist die innere Fähigkeit zu Begierde und Erfüllung scheinbar ewig jung. Der wachsende Widerspruch zwischen äußerem Alter und innerer Jugend. Beatrice erinnert sich an Konstanze, ihre Kursleiterin im NLP-Seminar: "Neuro-Linguistisches Programmieren". Hatte CC vorgeschlagen. Die mental-sprachliche Konditionierung von menschlichem Verhalten in schwierigen Situatuionen. Sollte, nach Erlernung und Einübung, den Grundstock für eine psychologisch fundierte Lebensberatung bilden, die Beatrice in ihren vakanten Morgenstunden oder an müßigen Nachmittagen anbieten könnte. Im Seminarraum der Firma, an ausgewählten Tagen. Immerhin eine Perspektive, eine Möglichkeit, neues Terrain zu betreten, ohne die verwünschte Nachbarschaft der Naturwissenschaften oder medizinischen Fächer befürchten zu müssen.
Neue Menschen kennen lernen, die offen waren und aufnahmebereit, wie ein großes, gläsernes Gefäß. Menschen beiderlei Geschlechts, unterschiedlicher Herkunft und aus verschiedenen Berufen stammend. Ein Panoptikum an zu entdeckenden Lebensschicksalen. Angedeutet, pointiert oder ostentativ...
Donnerstag, 2. Februar 2012
Fortsetzung des Kapitels "Die Feuerzangenbowle" aus dem Roman "Der parzellierte Mann"
..."Ein Mönch, der zwar hochbegabt, aber charakterlich wenig gefestigt ist, erliegt der Versuchung, von dem geheimnisvollen Teufelselixier zu trinken, das in seinem Kloster wie eine Reliquie gehalten wird. Dieser Trank entfesselt dann alle finsteren Mächte in ihm, und er entbrennt auch in leidenschaftlicher Liebe zu einem schönen Mädchen. um dieses zu bekommen, schreckt er vor Betrug - er hat ja auch sein Gelübde gebrochen -, Ehebruch, Mord und Blutschande nicht zurück. Er gerät in einen Strudel verbrecherischer Taten und muss am Schluss in einem römischen Kloster Buße tun für alle Schandtaten, nachdem er erfahren hat, dass ein Fluch auf seinem Familiengeschlecht lastete." "Oh, an allem ist die Liebe schuld?" fragt Enno. "Nein, eine unberechenbare Schicksalhaftigkeit!" flüstert Beatrice. "Hört, hört!" ruft CC aus sseiner Männerecke herüber. Er hält sich noch erstaunlich gerade, trotz des anhaltenden Konsums an geistlichen Getränken, und sie fragt sich, ob er den Nachhauseweg wirklich gut bewerkstellilgen wird. Das ist CC, denkt Beatrice, nach außen hin beherrscht und scheinbar alles unter Kontrolle habend, doch innen kleine Feuer entfachend. Daher diese intensiven Außenreize, derer er bedarf, um sich besser zu spüren, seinen Körper, seinen Geist: Sport im Übermaß, Extremurlaub, ferne Reisen. Allmählich gleitet er in jene Altmännerphantasien hinab, die dem Ich vorgaukeln, durch Kraaftaufschwünge bröckelnde Jugend und schwindenden Lebenssinn aufhalten zu müssen.
Die Fenster sind pechschwarz, der Geräuschpegel erstaunlich, schnell hat man die Geister verscheut, die schemenhaft aufgetaucht waren, der kupferne Kessel ist leer, steht traurig und verlassen da, wie ein abgestelltes Utensil, ja wie ein Requisit, das seine Schuldigkeit getan hat. Erinnerungen, Kindheitserinnrungen bemächtigen sich Beatrices: auch ein kupferner Kessel, auch ein Zuckerkonus...
Die Fenster sind pechschwarz, der Geräuschpegel erstaunlich, schnell hat man die Geister verscheut, die schemenhaft aufgetaucht waren, der kupferne Kessel ist leer, steht traurig und verlassen da, wie ein abgestelltes Utensil, ja wie ein Requisit, das seine Schuldigkeit getan hat. Erinnerungen, Kindheitserinnrungen bemächtigen sich Beatrices: auch ein kupferner Kessel, auch ein Zuckerkonus...
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