...Konstanze war der unerschütterliche Mittelpunkt: mütterlich in Maßen, wohlwollend-warmherzig, lebenserfahren und lebenslustig, eloquent und von einer reduzierten, alternativen Eleganz. Groß war sie, mit blondiertem, durchgestuften Pagenkopf, sie trug meistens längere, ihre reife, weibliche Figur lässig umspielende Gewänder, die Phantasie mehr nährend als sie unterdrückend, in Meeresfarben oder Sonnenuntergangstönen, mit passendem, unprätenziösem, oftmals auf alltägliche Naturmaterialien , wie Muscheln, Leder oder fossile Versteinerungen, zurückgreifendem Schmuck.
Wenn sie den Raum betrat, kamen Licht und Luft hinein, der ganze Schwung der in der Begeisterung eines Neubeginns steckte. Konstanze hatte ihren Lehrerinnenberuf an den Nagel gehängt, hatte einige Jahre - nach abgeschlossenem Psychologiestudium - als Schulpsychologin gearbeitet, um schließlich den Schritt - über einen Abgrund an Risiken, Unwägbarkeiten und Ungewissheiten hinweg - in die Selbständigkeit zu wagen. Nun hielt sie sich über Wasser - oder über diesen Abgrund hinweg - mit unterschiedlichen Kursen, allesamt auf der "Systemischen Therapie" basierend...
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