Montag, 25. Februar 2013

Noch einmal Alxander und Beatrice

...: Mal ist das Tempo geschmeidig, mal abrupt, mal ist der Rhythmus staccato, mal andante. Am Schluss wünscht er sich ein fulminantes Finale, die absolute Konkordanz, den symphonischen Gleichklang aller Lustbekundung und -empfindung.
Nach diesem Funken sprühenden Kraftaufwand schwillt seine Energie ab, er wünscht sich aus ihr heraus, muss tief Luft holen, zu sich kommen, Kräfte sammeln, aus dem ES zu ICH zurückkehren, wieder auftauchen aus diesen dionysischen Tiefen, denn draußen wartet das ÜBERICH...

Montag, 18. Februar 2013

Noch eine Liebesszene, die letzte?

Es ist, wie es immer ist: Er trifft genau den Punkt, schaukelt sie mehrmals auf den höchsten Gipfel, sie kann es nicht bestreiten, schließt die Augen und lässt sich fallen in diese Bewegung, die von unten nach oben führt, fast ohne ihr Zutun, lediglich begleitet von ihren lautstarken, gutturalen Akklamationen. Es ist das pure Erleben zentrierter Lust, losgelöst von jeglichem Beiwerk Da kann ein Mann virtuos mit ihrem Leib umgehen, aber eben doch nur mit ihrem Unterleib. Wo ist mein Oberleib, denkt Beatrice. Jeden Winkel testet er in dieser begehrten Höhle aus, das Bewegungsschema leicht variierend:

Montag, 11. Februar 2013

Schreiben über das Glück

So etwas wie ein Werkstattgespräch. Reflexionen über die Beweggründe fürs Schreiben. Beatrix wendet sich an ihre Freundin Simone, die zwar nicht schriftstellerisch tätig ist, jedoch von der Lebenserfahrung und dem psychologichen Feingespür her sehr wohl dazu in der Lage wäre!
"Weißt Du, warum es leichter ist, über negative als über glückliche Erlebnisse zu schreiben?" "Weil man sich an das Glück nur diffus erinnert?" "Ja, so ungefähr, die positiven Momente hinterlassen in Dir nur einen sehr globalen Eindruck, undifferenziert, explosiv zwar, aber undifferenzierrt, oder hast Du schon mal von einer differenzierten Explosion gehört?" Simone schmunzelt: "Das versuche ich mir gerade vorzustellen!" "Es herrscht ein einziger Satz in Deinem Innern: Ich bin so glücklich, und dieser alles beanspruchende Satz macht andere mundtot. Sie dürfen erst gar nicht entstehen. Nichts ist so eindimensional wie das Glück, auch, wenn es weltumspannend ist..."