Montag, 11. Februar 2013

Schreiben über das Glück

So etwas wie ein Werkstattgespräch. Reflexionen über die Beweggründe fürs Schreiben. Beatrix wendet sich an ihre Freundin Simone, die zwar nicht schriftstellerisch tätig ist, jedoch von der Lebenserfahrung und dem psychologichen Feingespür her sehr wohl dazu in der Lage wäre!
"Weißt Du, warum es leichter ist, über negative als über glückliche Erlebnisse zu schreiben?" "Weil man sich an das Glück nur diffus erinnert?" "Ja, so ungefähr, die positiven Momente hinterlassen in Dir nur einen sehr globalen Eindruck, undifferenziert, explosiv zwar, aber undifferenzierrt, oder hast Du schon mal von einer differenzierten Explosion gehört?" Simone schmunzelt: "Das versuche ich mir gerade vorzustellen!" "Es herrscht ein einziger Satz in Deinem Innern: Ich bin so glücklich, und dieser alles beanspruchende Satz macht andere mundtot. Sie dürfen erst gar nicht entstehen. Nichts ist so eindimensional wie das Glück, auch, wenn es weltumspannend ist..."

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