Donnerstag, 26. April 2012
Liebesszene im motel, Ende
...Andreas macht ein gequältes Gesicht, er wirkt nachdenklich, sichtlich bemüht, aufrichtig zu sein, vor allem sich selbst gegenüber. "Natürlich hänge ich noch an Anna. Dich kenne ich erst ein halbes Jahr, wir beiden wissen nicht nicht, wie sich das hier weiterentwickeln wird!" Man sollte niemals die Wahrheit oder das was als solche vorgegeben wird, herausfordern, denkt Beatrice etwas bitter und schmiegt sich gleichzeitig noch enger an Andreas, als gelte es den Inhalt des eben Gesagten etwas abzuschwächen. Sie sagt nichts, erwidert nichts, versucht sich mit dem Offensichtlichen abzufinden,. Was hast Du nur erwartet, fragt sie sich, nach kanpp sechs Monaten, nach diesem Feuerwerk an entfessleten Hormonen? Zwei dürstende Seelen fanden sich, sie dürfen sich lieben, doch dürfen sie jemals zusammen kommen? Andreas teilt nicht Alltagsroutine und pragmatisches, wiederkehrendes Einerlei mit ihr, auch nicht die "Wonnen des Gewöhnlichen", wie Thomas Mann es formulierte. Sie leben eine außerordentliche Beziehung, welche die geordneten Verhältnisse außen vor lässt.
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