Hier werden nun die Kandidaten aus dem "Männermuseum" vorgestellt:
Fortsetzung aus dem Roman "Der parzellierte Mann":
...Erstens: Den Kunsthändler und Antiquar, der, nebst unverrückbarer Gattin, eine Gespielin zwecks Libidoauffrischung sich wünscht, den Kunsthändler mäht jedoch eine urplötzliche Darminfektion nieder, so dass dieser Termin., beziehungsweise, dieser Kandidat ersatzlos gestrichen werden muss.
Zweitens: Der Unternehmensberater, der sein optisches Alter von 54 auf 44 herunterdrückte und sich dabei einer gnadenlosen Selbstüberschätzung schuldig machte, der absichtsvoll gediegene Mittfünfziger entpuppt sich als männliche Glucke (drei Kinder, "die noch sehr zu ihrem Vater halten" und dezidierte Sportkanonen sind) und als temporär mittellos, da man ihn just vor dem ersten galanten Treffen seiner Brieftasche beraubt hat. Peinliche Entgleisung oder wohl kalkulierter Rückzug, falls die Dame aus der Anzeige sich als Flop erweist, und man somit wenigstens keine Ausgaben hätte? "Sie können sich nicht vorstellen, was ich schon alles erlebt habe: Damen, die sich als schlank und attraktiv ausgaben und hinter denen wir zwei uns hätten verstecken können!" Was habe ich mit seinen schlechten Erfahrungen zu schaffen? fragt sich Beatrice, und im Geiste streicht sie diesen eingefleischten Langweiler bereits von der Liste, da dieser vorwiegend zwei Themen auf seiner Klaviatur angebotener Sujets beherrscht: sich selbst und seine Kinder.
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