Montag, 4. Juni 2012

"In den Nachtcllubs", Fortsetzung

...Als sie diesen vermeintlichen Palast moderner Sehnsüchte verlassen - wie befreiend ist es, die Tür hinter sich zu schließen -, als sie schon fast die Straße erreicht haben, treffen sie auf zwei freundliche Wärter im dazu gehörigen Wärterhäuschen : dreißig vielleicht der eine, fünfzig der andere, beide Ausländer. "Für den Laden hier sind wir zu alt", bescheidet ihnen Fiona, wild entschlossen, als die zwei Herren sich nach dem Grund für den frühen Weggang der beiden Damen erkundigen. "Wissen Sie nichts anderes, das besser zu uns passt?" "O, die Damen sind doch noch jung, höchsten knapp über vierzig!" Beatrice badet in diesem Kompliment, während Fiona schmollt. Wie empfindlich wird man, wie zerbrechlich, wenn Jugend und Schönheit sich anschicken zu verschwinden, Anstatt die Altersreife zu genießen und Ressourcen daraus zu beziehen, milde zur Ruhe zu kommen und den Herbst des Lebens in allen seinen Schattierungen zu genießen, flüchtet man sich in einen vagen Wahn, in fragile Illusionen, setzt auf den Glanz der Augen, die durch Gymnastik und Diät gebändigten Kurvern, auf ein subtiles Outfit, ein unverfälschtes Lächeln...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen