Montag, 19. März 2012

Kapitel "Motels" aus "Der parzellierte Mann"

...Doch anders in diesem Motel, unweit der Stadt G. Natürlich sind die Wände weiß,...
Doch nachdem Andreas Beatrice eingeschleust hat, ("Du wartest draußen, ich gehe vorne durch die Rezeption herein und mache Dir später die hintere Tür auf, ich habe nachgeschaut, sie müsste immer offen sein") - eine Prozedur, die ihr arg missfällt, weil sie die Geliebte wieder mal zum Nachtschattengewächs verkommen lässt -; nachdem sie also beide vor der gemeinsam erspähten und ersehnten Tür stehen, verwandelt sich dieser Ort für indifferente Reisende in eine magische Zuflucht, in einen Hort intensiv und langsam zu genießenden Glücks. Das Bett ist breiter als das übliche, die Laken von blendendem Weiß, die Naszelle mit den adretten frotteetüchern in sanften Pastellfarben gibt ihnen das Gefühl auf Reisen zu sein, ohne die Heimat verlassen zu haben, Wir sind Durchreisende, denkt Beatrice, die immer wieder an den Ort ihrer Sehnsucht zurückkommen. In dieser körperlichen und seelischen Intimität vermuten wir unsere wahre Heimat.
Er entkleidet sie lansam und bedächtig,...

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