Nun schlägt der Abend, sich aus anfänglicher Melancholie befreiend, plötzlich in gelöste Heiterkeit um, nachdem Beatrice, eigentlich seelischen Beistands bedürftig, ihrer Freundin immer wieder Lachsalven entlockt hat. Pläne werden geschmiedet, die Freundin Simone zur heimlichen Komplizin. Es bedarf eines Gefährten. "Wir schalten eine Anzeige in der FAZ ein!": "Attraktive, gebildete Endvierzigerin mit Tagesfreizeit sucht Gefährten." Nicht mehr und nicht weniger. Eine Anzeige unter Chiffre. Plakative Anonymität. Als Adressatin fungiert die Freundin, die in der benachbarten Stadt wohnt.
Ein Taumel erfasst die beiden, die Gewissheit, etwas auszuprobieren, auszukosten, das den Geruch des Verbotenen oder zumindest des Ruchbaren verspricht, ein sich Vortasten in verborgene Gefilde, jenseits von Norm und Anstand. Da kann ja das schiere Panoptikum defilieren!...
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